Neue Künstlervereinigung München

1909 gründet Wassily Kandinsky gemeinsam mit weiteren Künstlern die Neue Künstlervereinigung München (NKVM) und wird gleich zu Beginn ihr Vorsitzender. Schon früh ist die Gruppe Angriffen zahlreicher Kritiker ausgesetzt, aber auch innerhalb der Vereinigung zeichnen sich Unstimmigkeiten ab. Insbesondere die künstlerische Entwicklung Kandinskys sorgt für Unmut.

Wohl wissend, dass konservative Mitglieder seine zunehmende Abstraktion ablehnen, reicht der Künstler zu einer Ausstellung sein neues, abstraktes Werk Komposition V ein. Als weitere Provokation muss die Jury auffassen, dass die Größe des Gemäldes der in den Statuten festgelegten „Viermeterklausel“ entgegensteht – einer Klausel, die Kandinsky einige Jahre zuvor selbst eingebracht hatte. Ein Eklat ist unvermeidlich und so tritt Kandinsky, nachdem er bereits im Januar den Vorsitz niedergelegt hatte, im Dezember 1911 aus der Neuen Künstlervereinigung München aus.

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